Spritz-Touren zu stillen und wilden Wassern
Von eiskalt über warm bis dampfend heiß, von den urzeitlichen Gletschern über die Bergseen bis zu den modernsten Thermen: Die Kraft des Wassers ist im Ötztal allgegenwärtig und auf vielerlei Art spür- und erlebbar. Hier ein erfrischendes Bad in den schönsten “Wet Spots” des Tales…
Wie eine Lebensader durchzieht die Ache das Ötztal, meistens in Wallung, wild und ungestüm, manchmal auch sanft und ruhig. Der scheinbar unbezwingbare Bergfluss fordert die Menschen heraus: Die Ötztaler Ache gilt als eine der schönsten Rafting- und Kajakstrecken, aber auch als eine der anspruchsvollsten. Wo wildes Wasser, da Fels. Und wo Fels, da Schluchten, Wasserfälle, Höhlen und: Canyoning! Beim Abseilen von kleinen Wasserfällen oder beim Sprung in Tümpel und Wasserpools lernt man Ötztaler Wasser(temperaturen) hautnah kennen. Naja – fast, Neopren sei dank!
Die Wasserkraft »stuibt«
Die unzähligen kleineren und größeren Wasserfälle im Ötztal sind besondere Kraftplätze, die sich zum Teil dank eines gut ausgebauten Wegenetzes hautnah – und hautnass – erleben lassen. Mit einer Höhe von knapp 160 m ist der Stuibenfall in Umhausen Tirols größter und mächtigster Wasserfall. Der friedliche Horlachbach verwandelt sich an der südöstlichen Geländekante in eine Respekt fordernde Naturgewalt. Über 600 Liter Wasser pro Sekunde donnern über zwei Fallstufen hinunter nach Umhausen. Aus der Entfernung ist die Kulisse weich gezeichnet durch einen feinen Sprühnebel, eben das „Stuiben“ – das Stauben. Wer dem Fall der Fälle näher kommen möchte, hat dazu mehrere Möglichkeiten: auf einem familientauglichen Steig, beginnend beim Parkplatz Ötzi-Dorf und einem neuen Klettersteig, ebenfalls familienfreundlich, im unteren bis mittleren Schwierigkeitsbereich, inklusive Wasserkontakt!
Der Spiegel der Berge
Wie beschreibt man unbeschreibbar Schönes? Man gibt am besten die Empfehlung, es selbst zu erleben. Deshalb: Besuchen Sie an einem schönen Sommermorgen, wenn sich die stolzen Ötztaler Berge auf der glasklaren Wasseroberfläche spiegeln, den Piburgersee in Oetz und Sie werden ein unvergessliches Naturerlebnis haben! Der Bergsee ist einer der höchstgelegenen und trotzdem der wärmste Badesee Tirols – eine angenehm erfrischende Verbindung! Bereits 1929 wurde das Naturjuwel zum Naturschutzgebiet erklärt und dieses im Laufe der Jahrzehnte sukzessive erweitert. Ein großes sportliches Event am See ist der Piburger »Seewurm«, bei dem drei Disziplinen bewältigt werden: Schwimmen, Radfahren und Laufen. Aber Achtung: Wer als letzter über die Ziellinie läuft, den beißt der Seewurm, heißt es…
Kinder in ihrem Element
Der Spielplatz »Wasser & Steine« im Funpark Huben ist der erste Geopark Tirols und bringt den Kindern das Element Wasser spielerisch nahe: Dämme oder Lehmfiguren bauen, kleine Schiffe über das Wasser schicken, Mosaike aus Steinchen kreieren, Gold waschen oder mit der Drahtseilbahn spielen – wer wäre da nicht gerne wieder Kind? Eines der Highlights im Geo-Spielplatz ist die übergroße Sanduhr, übrigens die größte Europas. Aber die Zeit vergeht hier ohnehin viel zu schnell…
Spielerisch Lernen können kleine Wasserratten auch im Wasserpark Winklbergsee mitten in der malerischen Landschaft von Längenfeld, zu erreichen von Winklern aus über den lehrreichen Geolehrpfad durch ein faszinierendes Felssturzgebiet. Am See angekommen lässt man am besten gleich mal die Füße im erfrischenden Moorwasser baumeln. Lang sitzen die Kids aber sicher nicht still, denn am Zufluss des Sees werden durch das Hereinströmen des frischen Wassers kleine Wasserräder und andere Spielwerke angetrieben. Und ehrlich gesagt halten hier die Erwachsenen ebenfalls gerne das (Wasser)rad der Zeit an, nur um nachher zu sehen, wie es sich wieder in Bewegung setzt.
Erfrischende Inszenierungen
Umringt von imposanten Gipfeln wird man beim Sprung ins kühle Nass im Badeseum in Umhausen. Der künstlich angelegte Badesee bietet einen Sprungturm, eine Insel, eine große Liegefläche, ein Spielfloß aus Holz und vieles mehr. Der See befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Ötzi-Dorf und auch der Stuibenfall ist von hier aus nach einer kleinen Wanderung zu erreichen!
Wer Längenfeld hört, denkt an Therme. Körper und Geist vereinen in der dortigen Aqua Dome Therme. Mit dem umfangreichen Spa-Angebot und der Architektur, welche die Elemente Wasser, Luft und Stein perfekt miteinander vereint, genießen alle Generationen ein harmonisches Ganzkörpererlebnis. Die imposante Landschaft ist die Architektin der Naturtherme Längenfeld, einem glitzernden Juwel mit den heilenden Kräften der Schwefelquellen. Zwischen 25 und 39 Grad heißes und bis zu 3.000 Jahre altes Thermalwasser dringt aus der Erde und entfaltet seine Energie unter blauem Himmel. Ein außergewöhnliches Bad, das sich auch im Winter open air genießen lässt.
Weitere Frei-, Hallen- und Erlebnisschwimmbäder befinden sich in Oetz, in Längenfeld und in Sölden (Freizeit-Arena). Seit Mai 2010 bläst am Eingang des Ötztales die gigantische Outdoor-Spielwiese »Area 47« den Wassermarsch: Eine Water Area mit Badesee inklusive Schwindel erregend hohen Nassrutschen, Sprungturm und Wassertrampolinen heizt den Körper mit Adrenalin auf, um ihn Sekunden später wieder abzukühlen. Wer ein spektakuläres Manöver wagen will, traut sich an den überhängenden Boulder-Felsen im Wasser, balanciert über die »Slackline«, versucht mit Ski, Snowboard oder Bike einen möglichst kreativen Stunt von der Wassersprung-Rampe oder reitet auf den Surfwaves an der Ötztaler Ache und am Inn.
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Bildquelle:
Fotograf: Bernd Ritschel Copyright Ötztal Tourismus










